Familie Bohnenbaum: Eine Maulwurfgeschichte
Die Bohnenbaums retten die Welt.
FACTSHEET
Architektur: Zoran Bodrozic (AZB), Andreas Pacher Architects, Andreas Heizeneder (Archiguards)
Garten-& Terassenfläche: 4.000 m²
Ausstattung: IPE-Terrassen und Hochbeete, Naturpool, Trittplatten in der Sedumfläche, UniqueTrees®, Domani Keramikpflanzgefäße,
Bepflanzung: UniqueTrees®-Solitärgehölze (Amberbaum, Port. Lorbeer, Japanische Ahorne, Duftblüte, Felsenbirne, Kreppmyrte), Funkien, Japan-Waldgras, Lampenputzergras, Prachtkerzen, Hortensien
Möblierung: Sofa „Cove“, Tisch „Alto Piano“ und Stühle „Telar“ von Paola Lenti, Sofa „Noah“ und Beistelltisch „Strap“ von Paola Lenti
Pflanztöpfe: Texel Domani, Cortenstahlringe
Johnny Bohnenbaum ist wieder da. Nachdem der adrette junge Mann vor einigen Jahren ohne weitere Erklärung aus dem Leben der Familie verschwinden musste, war er aus gutem Grund zurückgekehrt. Er geheimnisvoll erstarkt, geheimnisvoll auch seine Begleiterin – nennen wir sie mal Sue-Ann. Sie waren gekommen, um den Bohnenbaums etwas Neues beizubringen. Wie wir alle erschreckt von der KI, hielten diese nach einer Beschäftigung Ausschau, die selbst die innovationsgläubigsten Führungskräfte nicht so leicht wegrationalisieren können. Und wie nicht anders zu erwarten, kamen sie dafür auf eine abartige Idee: Spionage. Und Gegenspionage natürlich.
Nun hatten Johnny und Sue-Ann damit einige Erfahrung. Nach (angeblich) unzähligen Einsätzen an (angeblich) unzähligen Brennpunkten hatten sie sich aus der Welt der Geheimdienste zurückgezogen und die nicht minder dubiose Welt der Beratung betreten. Machen ja viele heutzutage – also Wissen weitergeben, über das man gar nicht verfügt. Nicht so hier.
Für Spione, die keine entsprechende Ausbildung genossen haben, ist die Wahrscheinlichkeit, im Einsatz zu Schaden zu kommen, angeblich um 89,5 % höher als für trainierte Profis. So was ist auch den Bohnenbaums Ansporn genug, die Sache wie Profis und mit Profis anzugehen. Damit stellen sich die Bohnenbaums klar gegen den Zeitgeist. Wieder einmal. In einer Welt, die von den haarsträubendsten Dilettanten beherrscht wird, wollen sie Profis sein. Profis, denen bewusst ist, wofür ihre Fähigkeiten reichen und wofür sie sich sinnvoll einsetzen ließen. Heutzutage eine seltene Gabe.
Der Chef von Amerika zum Beispiel ist so dämlich, dass er glaubt, hier in Österreich lebten die Menschen in Wäldern. Aber alle Welt weiß, das ist knackdummer Unsinn. Die Menschen hierzulande leben viel eher in Gärten, die – wenn sie großes Glück hatten – von Kramer und Kramer gestaltet wurden. Die Bohnenbaums haben dieses Glück bekanntlich immer wieder.
Auch ihre neueste Ausbildung verlegten sie an einen ebensolchen Ort: ein beeindruckender Schauplatz mit wunderbarem Garten und einigen wunderbaren Dingen mehr. Neben den schönen Pflanzen und rund um die tollen Möbel war hier ein Maulwurf am Werk. Kein echter, eher so im übertragenen Sinn – weitestgehend unsichtbar allemal. Ihn zu finden, dabei sollten John und Sue-Ann helfen. Den Bohnenbaums die wichtigsten Tricks und Kniffe der Geheimdienstarbeit nahebringen, um schließlich den Maulwurf aufzuspüren und dingfest zu machen.
Neben einem falschen Schnurrbart (Wolf-Walter bestand darauf) ist es auch dafür hilfreich, ein ganz normaler Mensch zu sein. Fast noch hilfreicher sogar. Und Menschen mit einem guten Riecher und Auge fürs Detail – das sind die Bohnenbaums. Ob sie allerdings je in der Welt der vermeintlich Erwachsenen ankommen, bleibt fraglich. Aber auch, ob sie das überhaupt wollen. Wer kann es ihnen verdenken.